Aktionstage "Sucht hat immer eine Geschichte"

Es ist cool, ein Fluppenschnippser zu sein. Auf jeden Fall cooler, als an ‘ner Kippe zu saugen und giftiges Nikotin zu inhalieren. Diese Botschaft vermittelt ein Musikvideo, das Salip Tarakci mit Schülern an der Sekundarschule in Schöppingen produziert hat. Suchtprävention muss früh ansetzen – und mit den richtigen Methoden. Das ist mit dem Clip gelungen: Er baut ein starkes Gegenbild zu dem immer noch weit verbreiteten Image auf, dass Zigaretten den Geschmack von Freiheit und Abenteuer vermitteln.

Der Clip erhielt am Mittwochnachmittag bei der Präsentation im Lukas-Krankenhaus kräftigen Applaus. Kein Wunder, bestand das Publikum doch aus Menschen, die sich mit Abhängigkeiten und ihren Folgen sowie mit Suchtvorbeugung beschäftigen: den Kooperationspartnern der Aktionstage „Sucht hat immer eine Geschichte“.

Helmut Berndt, Chefarzt der psychiatrischen Abteilung im Lukas-Krankenhaus, sprach bei der Eröffnungsveranstaltung die Komplexität der zu behandelnden Erkrankungen an. „Ist nicht jeder anfällig für Sucht?“, fragte Moderatorin Christiane Nitsche. Berndt bejahte das. Bei vielen Menschen trete suchtähnliches Verhalten auf (Arbeitssucht, Computersucht). Sucht sei oftmals nicht offensichtlich, sondern finde im Verborgenen statt. Ebenso wie die Arbeit mit Suchterkrankungen, sagte Werner Rasch von der Suchtvorbeugung des Kreises Borken. Ein Ziel der Aktionstage sei es daher, diese Arbeit publik zu machen, und die Menschen für Suchterkrankte zu sensibilisieren. Ein zweites, die Vernetzung der Mitarbeiter in der Region voranzutreiben.

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