Therapieangebot

Neben den Ärzten und Gesundheits-​ und Krankenpflegerinnen und -​pflegern ist das therapeutische Team bei vielen geriatrischen Krankheitsbildern aktiv am Heilungsprozess unserer Patienten beteiligt. Die Mitarbeiter der Logopädie, Ergotherapie, Physikalischen Therapie, Physiotherapie und Psychologie arbeiten täglich Hand in Hand - zum Wohl unserer Patienten. 

Ergotherapie

Die Ergotherapie im Lukas-Krankenhaus behandelt typisch geriatrische Erkrankungen wie zum Beispiel 

  • neurologische Erkrankungen (z.B. Schlaganfall, Parkinson oder Demenz) 
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. diverse Frakturen, Rheuma oder Arthrose) 
  • Herz- und Kreislauferkrankungen (z.B. Herzinsuffizienz, COPD) 

Wir bieten folgende Therapiemethoden an

  • Funktionelle Therapie 
  • ADL-Training
  • Hemiplegietraining (Behandlung nach Bobath) 
  • Hilfsmittelberatung und Vorsorge in Kooperation mit dem Sozialdienst
  • Gedächtnistraining (PC bzw. Tablet unterstützt) 
  • Kraft- und Ausdauertraining 
  • Psychische Stabilisierung in Form von Gesprächen und Entspannung 
Logopädie

Schluckstörungen, sogenannte Dysphagien, bilden den Schwerpunkt der logopädischen Behandlung am Lukas-Krankenhaus. Aber auch Sprechstörungen (Dysarthrien) und Stimmstörungen werden behandelt. Wir bieten diagnostische Möglichkeiten auf höchstem Niveau mit einem modernen FEES-Gerät sowie die Möglichkeit zur Videofluoroskopie (Röntgenuntersuchung, wenn FEES nicht möglich ist).

Neben der logopädischen Diagnostik und Therapie bieten wir auch ein umfangreiches Case-Management für unsere Patienten mit Schluckstörungen an. Dazu zählt

  • Absprache und Anleitung der Pflegenden und Angehörigen (auch über die hausinterne Familiale Pflege
  • individuelle Kostanpassung in Zusammenarbeit mit den Diätassistentinnen
  • Empfehlungen für die Weiterführung der ambulanten logopädischen Therapie
  • Zusammenarbeit mit den Therapeuten anderer Disziplinen 
Musiktherapie

Was Musiktherapie bewirken kann:

  • Musik stärkt die Identität: Lieder werden erkannt, Geschichten dazu erzählt, der Patient erlebt sich als Individuum das sich unterscheidet von anderen.
  • Musik ersetzt die Sprache: In der Musik/im Klang kann ausgedrückt werden, wofür es keine Worte (mehr) gibt
  • Die Musiktherapie bietet Gemeinschaft: Synchronisierung und Sinnerleben werden möglich
  • Musik weckt innere Bilder: Erinnerungen, Assoziationen, Szenen aus der Vergangenheit werden geweckt, können im therapeutischen Rahmen erzählt und besprochen werden
  • Musiktherapie knüpft an die bei Demenz noch lange erhaltenen emotionalen Fähigkeiten an
  • Musiktherapie umgeht Versagensängste: Kompetenzen werden erkannt, Spielerisches erlebt und es gibt kein Richtig oder Falsch
  • Die Musiktherapie bietet Struktur: Der Beginn und das Ende der Sitzung, eines Liedes, einer Strophe bieten Halt und Struktur im Zeitgeschehen. Dies kann Ängste und Unruhe mindern. 

Die Musiktherapie wird auf der Station in kleinen Gruppen von maximal sechs Personen angeboten, um eine gemütliche und persönliche Atmosphäre zu schaffen.

Physiotherapie

Als Ziel der Physiotherapie gilt es die Funktionen und Bewegungsabläufe wiederherzustellen, um unseren Patienten wieder ein selbstständigeres Leben zu ermöglichen. Dazu wird unter Anleitung die Mobilität und der Gang geschult, Kraft und Ausdauer verbessert und gegebenenfalls eine Hilfsmittelberatung hinzugezogen. Die physiotherapeutischen Übungen dienen der Schulung von Balance, Gleichgewicht und Koordination.

Die Physiotherapie kommt bei folgenden Erkrankungen zum Einsatz:

  • Arthrose
  • rheumatische Beschwerden
  • Osteoporose
  • Brüche jeglicher Art nach konservativer oder operativer Versorgung
  • nach Amputationen (Prothesenversorgung und Training)
  • bei neurologischen Krankheitsbildern
  • bei altersbedingten Gleichgewichts- und Koordinationsproblemen 
  • Lungenerkrankungen 
  • Demenz 
  • Herz- und Kreislauferkrankungen 

Wir behandeln mit folgenden Methoden:

  • Motorisch-funktionelle Therapie 
  • Bobath
  • Gangschulung
  • Treppentraining 
  • Atemtherapie
  • Entspannungstherapie 
  • Rückenschule
  • Balance- und Krafttraining 
  • Mobilisation mit Hilfe von automatisierten Bewegungsschienen 
  • Hilfsmittelversorgung 
  • Prothesentraining und Gehschule für Beinamputierte
  • Schlingentischtherapie 
  • Gruppentherapie 
Physikalische Therapie

Die Physikalische Therapie fasst medizinische Behandlungsformen zusammen, die auf physikalischen Methoden beruhen.

Lymphdrainagen
Die manuelle Lymphdrainage ist eine Sonderform der Massage zur Verbesserung und Anregung des Lymphabflusses bzw. der Ödemraduktion

Wärme- und Kälteanwendungen 
Fangopackungen steigern die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an, können Muskelverspannungen lösen und Schmerzen lindern. Kälteanwendungen, sogenannte Kryotherapie, soll dabei helfen, Schmerzen zu lindern. Eingesetzt wird das Verfahren bei Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden, bei Zerrungen sowie Presslungen und bei einer Überbeanspruchung, wie Sehnenscheidenentzündungen oder Schleimbeutelentzündungen.

Massagen 
Zu den Indikationen der klassischen Massage zählen Verspannungen, Verhärtungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie die Wirbelsäulen-Syndrome, oder auch posttraumatische Veränderungen. Durch die Reflexbögen können sich Erkrankungen der inneren Organe an der Haut oder den Muskeln zeigen. Ein weiteres Einsatzgebiet der Massage ist die Fachrichtung der Neurologie. Hier werden besonders Paresen, Spastiken, Neuralgien und Sensibilitätsstörungen behandelt. Hinzu kommen die auf Stress zurückzuführenden psycho-somatischen Krankheitsbilder, die sich hauptsächlich auf das Herz und den Blutkreislauf beziehen.  

Elektrotherapie 
Durch Elektrotherapie wird die Durchblutung des Körpers an den zu behandelnden Stellen gezielt angeregt. Verkrampfte Muskeln entspannen sich durch Wärmewirkung und Schmerzen werden gelindert. Stromimpulse führen zu einer Reizung von Nerven und Muskeln, geschwächte Muskulatur wird wieder gestärkt. 

Weitere Therapien 
Massagen: Vibrationsmassagen, Hivamat, Hydrojet, Spezialmassagen 
Thermotherapie: Heiße Rolle, Heusack, Rotlichttherapie 
Hydrotherapie: Zwei- und Vierzellenbad, Kneipp-Güsse, Teil- und Vollbäder
Elektrotherapie: Hochvolttherapie, Magnetfeldtherapie, Ultraschalltherapie, Phono- bzw. Iontophorese 
Sonstiges: Inhalation, Extensionsbehandlung, Atemgymnastik, Bewegungstherapie 

Psychologie

Unsere Patientinnen und Patienten in der geriatrischen Rehabilitation werden im Rahmen ihres Aufenthalts bei Bedarf von Diplom-Psychologen mitbetreut.